Rand weiter steigend - 23.07.2009
Der Rand steigt weiter und hat gegenüber dem Euro bereits 6% seit seinem letzten Tiefpunkt vor einigen Wochen gewonnen.Hintergrund ist zum einen das Vertrauen der Investoren in die kommende Zentralbank Gouverneurin Gill Marcus, die am 9. November 2009 den bisherigen Kopf der South African Reserve Bank ablöst. Auch hier setzt sich die Tendenz in Südafrika durch, kompetente und erfahrene Personen auf die Positionen zu heben, die mit den Finanzen des Landes krisengerecht umgehen müssen.
Zum anderen steigt der Appetit auf Risiko in den Big Emerging Markets erstmalig wieder, nachdem verschiedene Wirtschaftsindikatoren auf eine stabile Entwicklung in der gegenwärtigen weltweiten Wirtschaftskrise hindeuten.
Das immer noch auf einem viel zu hohen Niveau von 6% bis 7% des BIP liegende Handelsbilanz Defizit scheint sich derzeit nicht währungsbeeinflussend auszuwirken, was aber auch an den andauernden positiven Geldmarkteinflüssen der Grosstransaktionen um MTN und Vodacom liegen kann. Dieses Defizit kann sich jedoch schnell weiter ausweiten, wenn sich eine andauernde Randstärke erstmalig nachhaltig in Form von sinkenden Exportzahlen auswirken wird.
Eine mögliche weitere Senkung des Leitzinses Ende des Monats wird sich bremsend auf die Randstärkung der letzten Tage auswirken, hier ist Augenmass vom Zentralbankkommittee gefragt.
English
Deutsch






